Kunst Museum Winterthur // Impressionen

Drei Museen unter neuem Namen

Kunst Museum Winterthur
                                 
Die vereinten Meisterwerke im Kunst Museum Winterthur reichen vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. In den Sammlungen sind wichtige Werkgruppen von Jean-Etienne Liotard, Anton Graff und Ferdinand Hodler vertreten. Einen Höhepunkt bildet die Frühromantik um Caspar David Friedrich, die wichtigste Sammlung dieser Epoche ausserhalb Deutschlands. Über den Realismus von Wilhelm Leibl, Adolph Menzel und Albert Anker führt der Weg zu den Fantasiewelten Arnold Böcklins. Ihnen gegenüber stehen die Werke der französischen Pleinairisten und Impressionisten, erstklassig vertreten durch Claude Monet und Alfred Sisley. Vincent van Gogh steht sodann für den Nach-Impressionismus, ebenso die mit Winterthur eng verbundenen Nabis-Maler Pierre Bonnard, Édouard Vuillard, Félix Vallotton und Ker-Xavier Roussel.

Die Entwicklung der klassischen Moderne kann anhand herausragender Gemälde und Skulpturen lückenlos verfolgt werden. Exemplarisch für die europäische Nachkriegskunst stehen Alberto Giacometti und Giorgio Morandi. Weitere Schwerpunkte bilden die Minimal- und Postminimal Art sowie die Arte Povera der 1960er Jahre. Sie bilden die Grundlage für die Sammlung von Gegenwartskunst, die kontinuierlich erweitert wird. Seit 2018 heissen das Kunstmuseum Winterthur, das Museum Oskar Reinhart und die Villa Flora neu: Kunst Museum Winterthur

Das Kunst Museum Winterthur | Beim Stadthaus


Unter den Winterthurer Kunstmuseen ist das frühere Kunstmuseum das älteste – 1848 wurde der Kunstverein Winterthur gegründet, 1916 das Museumsgebäude eingeweiht – und zugleich das einzige, das seine Sammlung von Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Druckgraphik kontinuierlich weiter ausbaut. Bis 2017 trug die Sammlung den Namen Kunstmuseum Winterthur. Durch die betriebliche Zusammenführung mit dem Museum Oskar Reinhart und der daraus resultierenden Dachmarke Kunst Museum Winterthur wurde es zum Kunst Museum Winterthur / Beim Stadthaus.

Seine Sammlung ist aus Winterthurer Privatsammlungen entstanden, die auf den Beginn des 20. Jahrhunderts zurückgehen. Ihnen sind die reichhaltigen Bestände an französischer Kunst zu verdanken. Zu nennen sind unter anderem die Donatoren Georg Reinhart, Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler, E. Richard Bühler. Ergänzt wurden ihre Schenkungen durch die Sammlung von Heinrich Wolfer-Sulzer. 1973 erhielt das Museum mit dem Legat Clara und Emil Friedrich-Jezler eine der bedeutendsten Schweizer Sammlungen von Kunst klassischer Moderne. Heute verfügt das Haus neben Basel, Zürich und Bern über die vierte grosse öffentliche Sammlung von Kunst der Moderne in der Schweiz. Damit ergänzt es die beiden Reinhart-Museen, Reinhart am Stadtgarten und die Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» in Winterthur mit ihren bedeutenden Beständen älterer Kunst.

Öffnungszeiten
Dienstag, 10 – 20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
Adresse: Museumstrasse 52, 8400 Winterthur, Schweiz

Kunst Museum Winterthur | Reinhart am Stadtgarten

Das Kunst Museum Winterthur / Reinhart am Stadtgarten, vormals Museum Oskar Reinhart, war historisch das Gebäude der Stiftung Oskar Reinhart. Eröffnet 1951, stellte es damals das erste private Museum der Schweiz dar. Der Sammler und Mäzen Oskar Reinhart (1885–1965), einer der Söhne Theodor Reinharts, Mitbegründer des Kunstvereins, baute zeitlebens eine umfangreiche Kunstsammlung auf. Mit der Wiederentdeckung der deutschen Kunst nach der Jahrhundertwende begann Oskar Reinhart damit, neben Schweizer auch deutsche und österreichische Kunst gezielt zu erwerben. Die umfassenden und einzigartigen Werkgruppen insbesondere der Frühromantik und des Realismus sind permanent ausgestellt. Ebenfalls zu erleben sind niederländische Meister des Goldenen Zeitalters aus der Stiftung Jakob Briner und eine Auswahl aus einem umfangreichen Konvolut an Porträtminiaturen aus den Sammlungen Briner und Kern, die in wechselnden Ausstellungen präsentiert werden. Oskar Reinharts Villa mit der Kollektion von Altmeistern sowie französischer Impressionisten befindet sich heute im Besitz der Eidgenossenschaft als Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz».

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 10 – 17 Uhr
Donnerstag, 10 – 20 Uhr
Adresse: Stadthausstrasse 6, 8400 Winterthur, Schweiz

Kunst Museum Winterthur | Villa Flora

Die Villa Flora ist zurzeit geschlossen. Sie wird umgebaut und voraussichtlich 2022 wiedereröffnet. Die Villa Flora, 1846 erbaut und 1908 von den Architekten Rittmeyer/Furrer im Jugendstil erneuert, war das Wohnhaus von Hedy Hahnloser-Bühler (1873–1952) und Arthur Hahnloser (1870–1936). Früh begann das Sammlerehepaar sich für die Kunst ihrer Zeit zu begeistern: Zwischen 1906 und 1936 trugen Arthur und Hedy Hahnloser Werke des Postimpressionismus, der Künstlergruppe Nabis und der Fauves sowie Werke von zeitgenössischen Schweizer Künstlern wie Ferdinand Hodler und Giovanni Giacometti zusammen. Mit Félix Vallotton, Pierre Bonnard und anderen Kunstschaffenden ihrer Zeit verbanden sie enge Freundschaften. Die Villa Flora wurde zum Treffpunkt der Künstler und der Kunstfreunde. Die ehemalige Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler, vereint in der Hahnloser/Jaeggli-Stiftung, versammelt Meisterwerke von Edouard Manet, Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Odilon Redon, Henri Matisse und Henri de Toulouse-Lautrec. Sammlung, Haus und Garten bilden ein einzigartiges Kulturgut von internationaler Bedeutung.

Zusatzinformationen
Gruppen ab 10 Personen profitieren vom ermässigten Eintrittspreis (CHF 16.–)

Führungen

Wir bieten öffentliche und private Führungen. Private Führungen können in verschiedenen Fremdsprachen angeboten werden. Für die Buchung von Privatführungen wenden Sie sich bitte telefonisch an +41 52 267 48 63 oder info@kmw.ch.

Für kleinere Gruppen (Maximal 5 Personen) können auch Audioguides eingesetzt werden.

Verpflegung

Das Museumscafé gehört laut einer Publikation des Schweizer Heimatschutzes zu den «schönsten Cafés und Tearooms der Schweiz». Gekocht und gebacken wird mit frischen Produkten aus der Region. Im Angebot stehen ein täglich wechselndes Mittagsmenü mit und ohne Fleisch, eine Auswahl an kalten und warmen Häppchen sowie hausgemachte Kuchen. Lassen Sie sich am Sonntag auch eine der Frühstücksvariationen schmecken. Oder probieren Sie die kleine, aber feine Auswahl an Weinen. Das Museumscafé nimmt zudem eine soziale Aufgabe wahr: Menschen ohne Arbeit finden hier eine Aufgabe, damit sie im Arbeitsmarkt wieder Tritt fassen können.
                               
 
        

 
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