AGRONEUM Alt Schwerin // Impressionen

AGRONEUM Alt Schwerin

 
 
                           
Eingebettet in das Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte und der wildromantischen Landschaft des Naturparks Nossentiner-Schwinzer Heide liegt das Dorf Alt Schwerin. Was den Ort auszeichnet und ihn für das AGRONEUM geradezu prädestiniert, ist die fast vollständig erhaltene Anlage eines ritterschaftlichen Gutes. Herrenhaus und Park,Wirtschaftsgebäude, Alleen und Landarbeiterhäuser sind erhalten.
 
Um die umfassende Entwicklung der sozialistischen Landwirtschaft nach jahrhunderte langer feudalistischer Unterdrückung und Ausbeutung darzustellen, wurde 1963 das Agrarhistorische Museum Alt Schwerin gegründet.Ein Relikt dieser Entwicklung stellt die zentrale Ausstellung über 5000 Jahre mecklenburgischer Landwirtschaftsgeschichte dar, die 1988 mit großem Aufwand gestaltet wurde. Ganz bewusst ist diese Präsentation der "Selbstdarstellung" gemeinermaßen als ein Exponat der DDR-Geschichte, als "Museum im Museum" erhalten worden.


 
Das AGRONEUM Alt Schwerin ist ein Freilichtmuseum der besonderen Art: Nicht auf der grünen Wiese erbaut, sondern gewachsen  inmitten authentisch historischer Substanz. Neben einer umfangreichen Sammlung von Technik, Alltagsgegenständen, der einklassigen wilhelminischen Dorfschule findet der Besucher auch Landarbeiterwohnungen aus den Jahren 1910, 1935 und den 1960er Jahren vor. Der Besucher erwandert sich das Museum durch das ganze Dorf. Von der Kirche mit der Basis aus dem 13. Jahrhundert,  der Gutsanlage mit Herrenhaus, Verwalterwohnung, großen Speichern und Stallanlagen aus dem 19. Jahrhundert bis hin zum Einfamilienhaus eines LPG-Mitgliedes aus den 1970er Jahren.

Die konzeptionelle Einbindung dieser "Trendobjekte" hat sich bewährt und wird von den Besuchern dankend angenommen. Das große Freigelände mit Dorfschmiede, Stellmacherei, Holländerwindmühle, Sägegatter, Seilerei und Feldbahn rundet das gesamte Museumsensemble ab. Neben ständig wechselnden Sonderausstellungen bietet das AGRONEUM eine Reihe von thematischen Aktionen und Veranstaltungen an, Osterallerlei für Jung und Alt, Hoffest, Internationales Dampftreffen, Alt Schweriner Feldbahntage, Oldtimer- und Traktorentreffen, Erntefest, Kürbisfest, Schlachtfest und Trödlermärkte.
                         
 
                                                       

               
   

ERLEBNISWELT FELDBESTELLUNG


 

   
Der Acker muss für jede Saat neu vorbereitet werden. Da Pflanzen Nährstoffe aus dem oberen Bereich des Bodens entziehen, wurde schon vor Jahrhunderten erkannt, dass tiefer liegende Schichten nach oben gewendet werden müssen. Der Pflug war die entscheidende Erfindung. Gezogen durch Pferde, Ochsen und seit dem 19. Jh. Lokomobilen und Traktoren ließ sich die Furche immer mehr vertiefen. Gleichzeitig wird der Boden gewendet. Aus dem Haken- und Einscharpflug wurde der Mehrscharpflug.

Für Aussaat und Pflanzung ist dann wieder der Boden zu ebnen. Dazu dient die Egge, die durch versetzte Spitzen die groben Erdklumpen zerkleinert. Die Bestellung des vorbereiteten Bodens erfolgt nach den Wachstumsbedingungen der Pflanzen. Unterschieden wird nach Wintersaat, die im Herbst in den Boden kommt, und Sommersaat. Getreide, Hanf, Lein oder Raps wird gesät, Kartoffeln werden gelegt und Rüben oder Mais gepflanzt.

Düngung und Wasserregulierung steigern den Ertrag. Der Erfolg ist eine reiche Ernte. Auch hier setzte Mitte des 19. Jh. die Mechanisierung ein. Schwadmäher, Mähbinder und Rodetechnik für die Bodenfrüchte waren erste Hilfen. Sie entwickelten sich zu Mähdreschern und Vollerntemaschinen
   
               
                         

ERLEBNISWELT HOFTECHNIK




 

   

Immer größere und stärkere Maschinen werden auch auf den Wirtschaftshöfen eingesetzt. Das ländliche Universalgerät ist der Traktor. Er beginnt um 1900 Pferde und Ochsen abzulösen. Er ist auf dem Feld einsetzbar, kann schwere Anhänger möglichst schnell auf der Straße ziehen und mit Feldbestellungsgeräten gekoppelt werden. Zur selben Zeit werden Pferdegöpel, Dreschflegel oder Butterfässer von Dreschkästen, Sortiermaschinen oder Zentrifugen ersetzt.
 

Zunächst liefern Dampfmaschinen die Kraft über eine Transmission. Später kommen Dieselmotoren und mit der Elektrifizierung Elektromotoren hinzu. Für den Verkauf müssen die Produkte gewogen werden. Hauptinstrument ist die Waage. Vom Däsen mit Gegengewicht für kleinere Mengen führt der Weg über die Dezimalwaage bis zur Großwaage für ganze Wagenladungen.
 

Zu einem größeren landwirtschaftlichen Betrieb gehört eine Buchführung. Ausgebildete Bauern wissen, dass Fruchtfolgen, Ertragsmengen, Verkaufserlöse oder Herdbücher für das Vieh schriftlich zu führen sind. Der Verkauf der Produkte in die Städte erfordert oft die persönliche Anwesenheit der Produzenten. Diese Reisen dienen auch der Repräsentation. Dazu gehören edle Pferde und noble Kutschen, sowie später entsprechende Motorräder und Automobile.

                         
 
 

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