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Moselland Museum

Landhaus Pollmanns KG
Weingartenstraße 91
DE - 56814 Ernst
+49 (0) 2671 6078 - 377
@email
www.moselland-museum.de

Kontakt & Anfrage

Willkommen im Moselland Museum!
Eifel Mosel Hunsrück

                       

Erleben Sie auf vier Etagen von insgesamt ca. 1.600qm Ausstellungsfläche
die Nostalgie der 60er Jahre.
 

Es erwartet Sie eine große Traktoren- & Weinbauausstellung, ganze Wohnräume & Werkstätten – eingerichtet mit viel Lieb zum Detail und eine Ofenausstellung. Genießen Sie nach Ihrem Museumsbesuch, bei moselländischem Flair, viele kleine Köstlichkeiten in Philip’s Bistro.

Ausstellung
Traktoren & Feuerwehr – Die Vorfahren fahren vor
Hier stehen die kostbaren Schmuckstücke, geputzt, gepflegt, technisch in einwandfreiem Zustand, sie sind unser ganzer Stolz. Sie könnten die Arbeit im Weinberg jederzeit wieder aufnehmen, wenn es von ihnen verlangt würde. Jeder für sich wird jedoch bald ein Unikat sein, lebendes Fossil aus der Vergangenheit, so wie ihre letzten baugleichen Verwandten alle nach und nach das Zeitliche segnen und auf dem Traktorfriedhof ihre letzte Ruhestätte finden. Einst waren es viele, inzwischen sind es sehr wenige geworden.

Seltsam, einige beinahe bizarr, mit merkwürdiger Gestalt, wie ausgestorbene Wesen aus längst vergangenen Erdzeitaltern. Irgendwie fremd und doch für uns immer noch entfernt vertraut, ihre Farben, der Glanz in ihren klaren Scheinwerferaugen, die schon so viel gesehen haben — immer noch frisch. Man sieht dass es Anfänge sind, Vorstufen der heutigen hochgezüchteten und technisch optimierten Landmaschinen-Ungeheuer, die sie längst schon abgelöst haben. Gegen diese, ihre eigenen Enkel, können und wollen sie nicht mehr konkurrieren.

Was die viel größer gewordenen Enkel, mit ihren perfekt angepassten Bauplänen, ihren riesigen Rädern und ihrem futuristischen Design jedoch nicht wissen: auch sie sind nur ein Übergang. Wird sich für sie auch jemand finden, der ihnen liebevoll ein Museum einrichten wird, damit die Erinnerung an sie nicht verloren geht? Vielleicht. Ihre Vorgänger in unserem Museum sind für uns jedoch unbestreitbar sympathischer und irgendwie liebenswerter. Wir finden sie alle hübsch, jeden einzelnen, so wie er da steht.

Doch entscheiden Sie selbst, was Ihr Herz, ihr Gefühl mehr anspricht: ein futuristischer Hightech-Trecker von heute, oder seine rührenden Vorfahren aus den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Ja, mag sein, auch der Science-Fiction-Trecker der aktuellen Gegenwart ist eine aufregende Maschine, wir wollen ihn nicht etwa schlecht machen. Doch gäbe es ihn gar nicht, wenn seine wackeren Technik-Vorfahren 60 Jahre vorher nicht den Boden zu seiner technisch optimierten Existenz bereitet hätten. Die heutigen Trecker sind die lachenden Erben, doch unsere alten Trecker im Museum haben es aufgebaut, ihr Fleiß, ihre Sorgen, ihre Triumphe im Weinberg und auf dem Acker, legten einst vor 60 Jahren die Grundlage.



Weinanbau an der Mosel – Deutschlands älteste Weinregion
Und nicht nur die neuen Trecker für den Weinberg machten das Leben an der Mosel aus. Alte Weinbergspritzen, verbeult und verrostet vom jahrelangen Einsatz im Wingert, allerlei Werkzeuge, Keltereibedarf und viele weitere Exponate geben Einblicke in den Jahreszyklus des Weinanbaus an der Mosel.

Die Traubenkelter z.b, auch nicht so viel anders als zur Römerzeit vor 1.700 Jahren. Ein paar technische Optimierungen, aber im Prinzip geht es immer noch um dasselbe: den kostbaren Saft durch mechanischen Druck aus den Trauben zu pressen und aufzufangen. Die Römer haben den Weinbau wohl von den Griechen übernommen, die ihn schon um 800 v. Chr. ins Keltenland brachten. Damals zwar noch nicht bis zur Mosel, aber immerhin über die griechische Kolonie Massilia (Marseille) bis ins Rhone-Gebiet im heutigen Südfrankfreich. Auch ein Teil eines Winzerkellers wurde nachgebaut.

Leben und Wohnen in den 60er – Schmiede, Schule und die „gute Stubb“
Und nicht nur die neuen Trecker für den Weinberg machten das Leben an der Mosel aus. Die Besucher können eine kleine Schmiede besichtigen und feststellen, dass der Fortschritt seit der frühen Bronzezeit, in der es auch schon solche Schmieden gab, gar nicht soooo groß ist. Die Bevölkerungen haben gewechselt, viele Elemente des Alltagslebens sind jedoch immer geblieben, kaum verändert, bzw. man erkennt unter der dünnen modernen Oberfläche ihren alten Ursprung.
Auch die Schule bzw. das nachempfundene Klassenzimmer ist sehenswert.

Man kann sich in eine Bank setzen und ein bisschen versuchen nachzuempfinden, wie sich ein Schüler auf dieser Bank vor 60 Jahren gefühlt haben mag. Draußen tuckerte vielleicht gerade einer dieser Traktoren dieses Museums in den Weinberg hinauf, und der Schüler war in Gedanken möglicherweise ganz woanders. Die Bank und das Klassenzimmer gaben den Rahmen ab, für alles was er in seiner Schulzeit lernte. Dieses Gefühl ist heute anders geworden: andere Bänke, andere Klassenzimmer, andere Art des Unterrichts, anderer Typus von Lehrern. Nur die abschweifenden Gedanken des Schülers, die Vorfreude auf die unendliche Freiheit eines wolkenlosen Sommernachmittags, mögen vielleicht ähnlich geblieben sein.

Zu Hause in der „guten Stubb“
Hier war das Zentrum des Familienlebens, hier kamen alle Fäden des Alltags zusammen, jeden Tag, jedes Jahr, immer.Die gute Stubb war der Rahmen des Daseins, hier war der innere Kreis des Zuhauses, der geographische Ort der Familie. In einem Winzerhaus dreht sich das Leben um Wein und Weinberg. Das Denken, das Fühlen, das Wünschen, das Bewußtsein einer jeden Winzerfamilie wird von Wein und Weinberg bestimmt. Hier in der guten Stubb war der Ort dieses Bewußtseins.

Alte Öfen
Ab 2006 waren diese Öfen bereits in Mayens höchstgelegenem Stadtteil Kürrenberg in einem von den Eheleuten Martha und Elmar Dernbach mithilfe von Freunden liebevoll restaurierten Fachwerkhaus ausgestellt. Die Dernbachs haben nicht nur gesammelt. Elmar Dernbach legte selbst Hand an die Öfen und restaurierte diese. Nun mussten die Besitzer das kleine Museum aus persönlichen Gründen schließen.

Die gesamte Sammlung konnte allerdings hier ins Moselland Museum, den Geburtsort von Martha Dernbach, verkauft werden. Für Sammler und dergleichen wird das sicherlich ein Geheimtipp werden. Und das nicht nur bei den Wanderern, die vom nahe gelegenen „Moselsteig“ hierhin einen Abstecher machen.



Öffnungszeiten
Museum & Bistro

ab 05. Nov Mi. - Sa. 14:00 Uhr - 18:00 Uhr
So. 11:00 Uhr - 18:00 Uhr
24./25./26. Dezember geschlossen

ab 02. Januar Do. - Sa. 14:00 Uhr - 18:00 Uhr
So. 11:00 Uhr - 18:00 Uhr
08.01. - 17.01. geschlossen

ab Ostern bis 01. November
täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Eintritt
Erwachsene
Jugendticket 5 - 14 Jahre
Gästeticketrabatt
Familienticket (2 Erwachsene + 1 Kind 5 bis 14 Jahren)
Jedes weitere Kind
Gruppenticket (ab 10 Personen, nur nach Voranmeldung,
pro Person, der Eintritt ist als Gesamtbetrag zu entrichten )
Gruppenticket für Schulklassen (ab 15 Personen, 1 Lehrkraft frei,
nur nach Voranmeldung, pro Person)
Führungen (deutsch) (90min, max. 25 Personen, nur nach Vereinbarung)
9,50 €
5,00 €
0,50 €
20,00 €
3,00 €
8,50 €

4,00 €

60,00 €
                            
                                            
                                              
 

 

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