Augustiner Chorherrenstift Neustift // Impressionen

Augustiner Chorherrenstift Neustift - Lebendig...



  1142 von Bischof Hartmann in unmittelbarer Nähe der Bischofsstadt Brixen gegründet, entwickelte sich Neustift schon bald zu einem bedeutenden spirituellen und kulturellen Zentrum mit Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus.

Heute ist das Kloster ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt: Erfreuen Sie sich an der lichtdurchfluteten barocken Stiftskirche, besichtigen Sie die berühmte Stiftsbibliothek und lernen Sie die Geschichte Neustifts im Rahmen einer Stiftsführung kennen. Für Gruppen bieten wir zudem die Möglichkeit einer geführten Weinverkostung mit Besuch der Weinberge und der Stiftskellerei, einer der ältesten Weinkellereien der Welt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 


Kloster Neustift – ein einzigartiges Architekturensemble

Wer von Kloster Neustift spricht, ist mit Superlativen schnell bei der Hand. Die Stiftsanlage stellt zweifelsohne eines der bedeutendsten architektonischen Ensembles in Südtirol dar. Bau- und Kunstwerke aus der Romanik, der Gotik, dem Barock bis hin zum Rokoko und Klassizismus zeugen von der abwechslungsreichen Geschichte Neustifts und ziehen alljährlich viele Besucher an.

Am Eingang des Stiftsbereiches zieht die sogenannte Engelsburg, eine zweigeschossige Torkapelle, die Besucher in ihren Bann. Sie stellt das bedeutendste Beispiel eines romanischen Zentralbaus in Tirol dar. Aus dem Ende des 12. Jahrhunderts stammt auch der massive romanische Glockenturm der Stiftskirche, der das Klosterensemble beherrscht. Das Innere der Kirche lässt vom einstigen mittelalterlichen Bau nicht mehr viel erahnen, vielmehr entpuppt es sich als ein Juwel des süddeutschen Rokoko. Der Stuckateur Anton Gigl aus Innsbruck, der wichtigste Vertreter der Wessobrunner Schule, und der Maler Matthäus Günther aus Augsburg schufen einen beeindruckenden lichtdurchfluteten und farbenfrohen Raum. Nicht umsonst wurde die Basilika, in der übrigens der berühmte Minnesänger Oswald von Wolkenstein begraben wurde, bereits im 18. Jahrhundert als „Vorhalle des Paradieses“ bezeichnet.



Ein weiteres Highlight stellt der Kreuzgang mit seinen spitzbogigen Öffnungen und gotischen Fresken dar. Besondere Erwähnung verdient die Darstellung der Parabel des reichen Prassers und des armen Lazarus, gemalt um 1480 von Friedrich Pacher, einem der bedeutendsten Tiroler Maler jener Zeit. Von der Südseite des Kreuzgangs betritt man heute das Stiftsmuseum, zu dessen Kunstschätzen zahlreiche Tafelbilder und Flügelaltäre von namhaften Künstlern aus dem Spätmittelalter, wie z. B. der Augustinus-Altar des Meisters von Uttenheim oder der Katharina-Altar von Friedrich Pacher, sowie mit Miniaturen geschmückte Handschriften aus dem Skriptorium von Neustift zählen. Die mit eleganten Stuckaturen geschmückte Stiftsbibliothek stellt am Übergang vom Rokoko zum Klassizismus einen der schönsten Profanräume des 18. Jahrhunderts in Südtirol dar. Darüberhinaus zählt sie zu den beeindruckendsten Bibliothekssälen des süddeutschen Raums. In 42 Bücherschränken mit geschnitzten Aufsätzen werden etwa 20.000 Bände aufbewahrt; weitere knapp 75.000 Bände finden in den Nebenräumen Platz.

Barockes Selbstbewusstsein, aber auch der hohe Stellenwert, den das Stift genoss, kommt beim sogenannten Wunderbrunnen aus dem Jahr 1669 in der Mitte des Stiftshofes zur Geltung: Nikolaus Schiel fügte den Sieben Weltwundern der Antike im achten Feld eine Darstellung des Stiftes hinzu. Vor einigen Jahren wurde der Stiftsgarten nach historischem Vorbild restauriert und wieder für Besucher geöffnet. Imposant ragt aus dem hinteren Teil des Gartens ein Mammutbaum hervor und gleich gegenüber beeindrucken die jahrhundertealten Ginkobäume. Dazwischen reiht sich der Barockgarten mit seinen schönen Brunnen und tausendfach blühenden Beeten. Im Kräutergarten, wesentlicher Bestandteil eines jeden Klostergartens, gedeihen mehr als 75 verschiedene Sorten, vertraute Arten wie Johanniskraut, Herzgespann oder Brotklee, aber auch exotische Kräuter wie Zitronengras, Melonensalbei oder Jamaikathymian. Weithin sichtbar ist der Pavillon des ehemaligen Fischkalters mit Szenen aus dem Leben des hl. Augustinus. Im nicht mehr erhaltenen Wasserbecken wurden Fische zum Verzehr gezüchtet.
 


Stiftskellerei Neustift – Weinbau seit 1142


Bei der Gründung vor über 870 Jahren wurde das Stift von Reginbert von Säben großzügig mit Höfen und Grundstücken, darunter auch Weinbergen, ausgestattet. Zahlreiche andere Wohltäter folgten seinem Beispiel, sodass das Kloster schon bald über eine solide wirtschaftliche Basis verfügte. Bis zum heutigen Tag kommt dem Weinbau in Neustift eine besondere Bedeutung zu. An den geschützten Lagen rund um die Klosteranlage – die Weinberge erstrecken sich über steile Hänge bis auf eine Höhe von 900 Meter – gedeihen sieben verschiedene Weißweine: Sylvaner, Müller-Thurgau, Kerner, Grüner Veltliner, Pinot Grigio, Riesling und Gewürztraminer. Sie zeichnen sich allesamt durch intensive Fruchtnoten und eine lebendige Säure aus. Die starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und die von den eiszeitlichen Gletschern geformten Böden verleihen den Trauben hier im nördlichsten Anbaugebiet südlich der Alpen eine hohe Mineralität.



Die Rotweine der Stiftskellerei Neustift – Edelvernatsch, Blauburgunder, Lagrein und der süße Rosenmuskateller – gedeihen hingegen in Girlan (Eppan) und im Bozner Talkessel, wo das Kloster bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts Weinberge erworben hatte. Wie bei vielen größeren Betrieben – 700.000 Flaschen jährlich – werden die Weine in zwei Qualitätslinien vermarktet. Die Weine der klassischen Linie zeichnen sich durch ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis aus; die Trauben der allerbesten Lagen werden zu Weinen der Toplinie „Praepositus“ gekeltert. Diese werden regelmäßig von den renommiertesten Weinfachzeitschriften mit Höchstnoten ausgezeichnet.

Die Neustifter Weiß- und Rotweine können vor Ort im Stiftskeller verkostet werden, der mit bis zu 160 Sitzplätzen zum Verweilen einlädt. Im Klosterladen werden die eigenen Produkte, Wein, Schnäpse, Apfelsaft, Kräutertee und Kosmetika, sowie zahlreiche weitere Produkte, vornehmlich von Klöstern und Stiften aus ganz Europa, zum Verkauf angeboten.

Öffnungszeiten Stiftskeller:          10 – 19 Uhr, So Ruhetag. Bei Gruppen Vormerkung erwünscht.
Öffnungszeiten Klosterladen:    9.15 – 18 Uhr, So Ruhetag
 


Besichtigungen und Führungen


- Stiftsführungen (ab 10 Personen): Mo–Sa 10, 11, 14, 15 und 16 Uhr; Mitte Juli–Mitte September auch 12 und 13 Uhr;
  um 11 und 15 Uhr ganzjährig Führungen auch mit weniger Teilnehmern.
- Führungen durch den historischen Stiftsgarten
- Kommentierte Verkostungen, Keller- und Weinbergführungen
- Bei Führungen für Gruppen Anmeldung erforderlich.

 
Wie kommt man hin?

Von Vahrn bei Brixen gut beschilderte Straße (2 km) nach Neustift, dessen Ortsbild von der ausgedehnten Klosteranlage beherrscht wird. Von Brixen aus wird Neustift halbstündlich vom Citybus angefahren.
 

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Ziel:  Stiftstr. 1, IT-39040 Vahrn
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